Young PR Pros meet-up #3: Tik­Tok in der Unternehmenskommunikation

Young PR Pros meet-up #3: Tik­Tok in der Unternehmenskommunikation

»Tik­Tok: Unse­re Com­mu­ni­ty ist erwach­sen geworden«

Con­tent-Erstel­lung, Inter­ak­ti­on und Trend­spot­ting: Am 09.11.2021 bot Lisa Girard einen Ein­blick in das Video­por­tal Tik­Tok als neue Platt­form der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on. Beim drit­ten Young PR Pros meet-up der Stu­die­ren­den-Initia­ti­ven Kom­mu­ni­kOS, PRSH, Kno­ten­Punkt und Ost­fa­lia Medi­en­netz sowie der DPRG konn­ten die Teilnehmer:innen neue Per­spek­ti­ven auf das Video­por­tal gewin­nen und eige­ne Fra­gen an Con­su­mer Com­mu­ni­ca­ti­on Spe­cia­list Lisa Girard stellen.

Tik­Tok – nicht weni­ge den­ken hier­bei an lip-sync-Vide­os und eine min­der­jäh­ri­ge User Base. Doch die noch ver­gleichs­wei­se jun­ge Platt­form hat mehr als nur Kli­schees zu bie­ten und wuchs in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren zu einer unum­geh­ba­ren Insti­tu­ti­on. Con­su­mer Com­mu­ni­ca­ti­on Spe­cia­list Lisa Girard bot in ihrem Vor­trag einen Ein­blick in die wach­sen­den Struk­tu­ren und Chan­cen, die Tik­Tok zu bie­ten hat.

Eines stell­te die Vor­tra­gen­de gleich zu Beginn fest: »Wir sind mehr, als ihr denkt!« Welt­weit blickt Tik­Tok inzwi­schen auf eine Mil­li­ar­de akti­ver Nutzer:innen, 100 Mil­lio­nen davon ent­fal­len allein auf den euro­päi­schen Markt. Lisa Girard arbei­te­te in ihrer Zeit vor Tik­Tok in einer inter­na­tio­na­len Agen­tur und sah sich lan­ge Zeit nicht in der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on. Bei Tik­Tok Deutsch­land habe sie aber genau die rich­ti­ge Schnitt­men­ge aus Her­aus­for­de­rung und Abwechs­lung gefun­den, wie sie zum Ein­stieg in ihren Vor­trag erklär­te. Die Mög­lich­keit, an unter­schied­li­chen The­men mit diver­sen Con­tent Creators mit­zu­wir­ken, begeis­te­re sie genau­so wie das weit­rei­chen­de Enga­ge­ment der Plattform.

»Jede:r fin­det hier die Sub­kul­tur, die einen interessiert«

Auch dar­über hin­aus leg­te die Vor­tra­gen­de einen gro­ßen Fokus auf The­men­viel­falt und Diver­si­tät. So beton­te sie nicht nur den stei­gen­den Alters­durch­schnitt der akti­ven Nutzer:innen, son­dern leg­te auch Wert dar­auf, dass die ver­schie­dens­ten Inter­es­sen bedient wer­den kön­nen. Dies habe damit zu tun, »wie unglaub­lich viel­fäl­tig unser Con­tent und wie erwach­sen unse­re Com­mu­ni­ty gewor­den ist«.  Des­we­gen ist sie über­zeugt: »Jede:r fin­det hier die Sub­kul­tur, die einen interessiert.«

Und glei­cher­ma­ßen fän­de jedes Unter­neh­men die nöti­gen Tools, um auf Tik­Tok effi­zi­ent kom­mu­ni­zie­ren zu kön­nen. Lisa Girard rück­te hier­bei zunächst in den Vor­der­grund, dass Tik­Tok nicht wie her­kömm­li­che sozia­le Medi­en auf einen »social graph«, son­dern einen »con­tent graph« set­ze. Dies ermög­li­che eine ver­gleichs­wei­se schnel­le Anspra­che pas­sen­der Ziel­grup­pen und gäbe auch neu­en Accounts die Chan­ce, in kur­zer Zeit eine hohe Reich­wei­te aufzubauen.

»Don’t make ads, make TikToks«

Lisa Girard beschreibt es als unum­gäng­lich, die Com­mu­ni­ty mit den eige­nen Inhal­ten zu begeis­tern, wenn man als Unter­neh­men auf Tik­Tok erfolg­reich sein möch­te. Dafür nann­te sie die drei Grund­pfei­ler Con­tent-Erstel­lung, Inter­ak­ti­on und Trend-Spotting.

Die eige­ne Nische zu fin­den ist ihrer Ansicht nach uner­läss­lich. Außer­dem wich­tig: Con­tent nicht zu pro­fes­sio­nell pro­du­zie­ren, den »Tik­Tok-Style« adap­tie­ren: flä­chen­fül­len­de Vide­os, die von ihrer Kurz­wei­lig­keit leben. Girard: »Tik­Tok ist wie ein rie­si­ger, gro­ßer Insi­der-Witz.« Auch bei der Inter­ak­ti­on emp­fiehlt sie den Grund­satz: »Don’t make ads, make TikToks.«

Echt­zeit­kom­mu­ni­ka­ti­on und Ori­en­tie­rung an aktu­el­len Trends sei­en das A und O, um einen authen­ti­schen Ein­druck zu hin­ter­las­sen. Um bei eben die­sen Trends nicht das Nach­se­hen zu haben, loh­ne es sich, immer ein Auge auf reich­wei­ten­star­ke Creators und die Ent­de­cken-Sei­te zu haben. Dass dabei ganz unter­schied­li­che Trends auf­tau­chen kön­nen, mach­te Lisa Girard an ver­schie­de­nen Bei­spie­len von Memes bis hin zu gesell­schaft­li­chen The­men fest.

Abge­run­det wur­de der Vor­trag mit einer offe­nen Fra­ge­run­de. Dies ermög­lich­te nicht nur kur­ze Ein­bli­cke in die Stra­te­gien gegen ver­steck­te Wer­bung oder schäd­li­che Inhal­te auf Tik­Tok, son­dern auch einen Aus­blick für Tik­Tok Ger­ma­ny, wel­ches »sich noch im hyper growth befin­det«, wie Lisa Girard erzählte.

Der abschlie­ßen­de Tipp: Vor dem Pos­ten eines Tik­Tok-Vide­os immer Mitarbeiter:innen drü­ber­schau­en las­sen, die auch pri­vat dort aktiv sind – die wüss­ten immer am bes­ten über die Insi­der­wit­ze Bescheid.