Refe­rent – Dr. Chris­to­pher Buschow

Refe­rent – Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Cars­ten Win­ter
4. Oktober 2017
Refe­rent – Prof. Dr. Bar­ba­ra Brand­stetter
9. Oktober 2017

Refe­rent – Dr. Chris­to­pher Buschow

© Hauke-Christian Dittrich Fotografie.

In dem heu­ti­gen Bei­trag stel­len wir Euch Dr. Chris­to­pher Buschow vor. Er wird gemein­sam mit sei­nem Kol­le­gen Prof. Dr. Cars­ten Win­ter einen Vor­trag auf unse­rer Medi­en­fach­ta­gung hal­ten. Herr Buschow spe­zia­li­siert sich auf den Fach­be­reich Medi­en­ma­nage­ment.

Dr. Buschow wur­de 1986 in Mölln gebo­ren. Am Insti­tut für Jour­na­lis­tik und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­schung in Han­no­ver absol­vier­te er von 2006 – 2011 den Stu­di­en­gang Medi­en­ma­nage­ment.

Dana­ch war er als stu­den­ti­sche Hilfs­kraft für Öffent­lich­keits­ar­beit am Insti­tut für Mar­ke­ting und Manage­ment der Leib­nitz Uni­ver­si­tät Han­no­ver tätig.

Wäh­rend sei­nes Stu­di­ums war er als Werk­stu­dent und Prak­ti­kant in der Kon­sum­gü­ter­in­dus­trie und bei Kom­mu­ni­ka­ti­ons- / Medi­en­un­ter­neh­men ange­stellt.

Im Novem­ber 2016 folg­te die Pro­mo­ti­on zum Dr. Phil. mit einer Arbeit über die Neu­grün­dung von Medi­en­or­ga­ni­sa­tio­nen. Seit 2009 erschei­nen regel­mä­ßig Arti­kel von ihm in unter­schiedl. Büchern und Zeit­schrif­ten.

Zu sei­nen wich­tigs­ten Aus­zeich­nun­gen zäh­len der Deut­sche Stu­di­en­preis 2017 und der Nie­der­säch­si­scher Wis­sen­schafts­preis 2011.

 

5 minu­tes – 4 ans­wers

1. Kommunikator/Kommunikationswissenschaftler bin ich gewor­den, weil… 

… mich die Fra­ge umtreibt, wie wir die vor­an­schrei­ten­de Digi­ta­li­sie­rung von Medi­en und Gesell­schaft zu unse­rem Woh­le gestal­ten kön­nen. Dafür braucht es – heu­te ver­mut­li­ch mehr als je zuvor – pro­fun­de kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­li­che For­schung und eine moder­ne, auf Dia­log ange­leg­te Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­ti­on – etwa auf Tagun­gen wie „#digi­tal­im­pul­ses – next gene­ra­ti­on of jour­na­lism“ des fünf­ten Fach­se­mes­ters Medi­en­ma­nage­ment an der Ost­fa­lia Hoch­schu­le.

2. Guter Jour­na­lis­mus bedeu­tet für mich… 

… dass ein sol­cher Jour­na­lis­mus bewusst dar­auf zielt, eine media­le Öffent­lich­keit her­zu­stel­len, in der gesell­schaft­li­che Pro­ble­me debat­tiert und bes­ten­falls auch gelöst wer­den kön­nen. Er soll Bür­ge­rin­nen und Bür­ger infor­mie­ren, zur Mei­nungs- und Wil­lens­bil­dung befä­hi­gen, als ‚vier­te Gewalt’ im Staa­te gesell­schaft­li­che Kräf­te kon­trol­lie­ren und regu­lie­ren.

3. Die drei wich­tigs­ten #digi­tal­im­pul­ses für die nächs­te Gene­ra­ti­on des Jour­na­lis­mus sind für mich…

Die orga­ni­sa­tio­na­le Sicher­stel­lung einer fort­lau­fen­den Kon­ti­nui­tät in der jour­na­lis­ti­schen Pro­duk­ti­on, etwa durch den Auf­bau jour­na­lis­ti­scher Netz­wer­kor­ga­ni­sa­tio­nen, wie wir sie heu­te schon in der ‚refor­mier­ten’ Musik­wirt­schaft beob­ach­ten;

Eine sub­stan­zi­el­le Ver­bes­se­rung der För­der­be­din­gun­gen für jour­na­lis­ti­sche Neu­grün­dun­gen in digi­ta­len Medi­en, die neue Geschäfts­mo­del­le, Pro­duk­te und Arbeits­wei­sen erpro­ben;

Die Reinte­gra­ti­on zer­split­ter­ter Tei­löf­fent­lich­kei­ten zu einem gemein­sa­men Dis­kurs­raum auch im Digi­ta­len.

4. In zehn Jah­ren wird der Jour­na­lis­mus…

… wesent­li­ch unter­neh­me­ri­scher sein. Er wird es sein müs­sen, um (wirt­schaft­li­ch) wei­ter­be­stehen zu kön­nen. Sei­ne vor allem öko­no­mi­sche Neu­erfin­dung kön­nen aus mei­ner Sicht in abseh­ba­rer Zeit am ehes­ten Start-ups und Neu­grün­dun­gen vor­an­trei­ben. Sie bil­den mit­un­ter ein Labor und einen Expe­ri­men­tier­raum für Ver­än­de­rung, weil sie sich von den eta­blier­ten Medi­en schon markt­li­ch dif­fe­ren­zie­ren müs­sen, in ihren Neue­run­gen aber nicht von bestehen­den Unter­neh­menstra­di­tio­nen und Bran­chen­stan­dards abhän­gig sind.