Panel-Teil­neh­mer – Armin Maus
13. Oktober 2017
Pro­duk­ti­on eines Snap­chat-Dis­co­ver Bei­tra­ges
18. Oktober 2017

Pay­walls

Ein­lei­tend in eine neue Serie möch­ten wir Euch unse­re ein­zel­nen Vor­trags­slots näher brin­gen. Dazu haben wir klei­ne Arti­kel über jedes The­ma ver­fasst. Daher begin­nen wir heu­te mit dem Bei­trag „Pay­walls“, wor­über Exper­tin Prof. Dr. Bar­ba­ra Brand­stetter am 14. Dezem­ber refe­rie­ren wird.

Unter dem Begriff Pay­wall ver­steht man Geschäfts­mo­del­le, die den Nut­zen von bestimm­ten Inhal­ten im Inter­net an bestimm­te Gegen­leis­tun­gen, in den meis­ten Fäl­len, Abon­ne­ments, knüp­fen. Da es sich hier­bei haupt­säch­li­ch um redak­tio­nel­le Inhal­te han­delt, betref­fen Pay­walls pri­mär den Jour­na­lis­mus und sind ein klas­si­sches Pro­dukt der Digi­ta­li­sie­rung. Das Modell ging aus der Pro­ble­ma­tik vie­ler Ver­la­ge mit dem Umgang von Con­tent im Web her­vor, da es schwer mög­li­ch war ein Bezahl­sys­tem zu ver­wen­den, wel­ches Ren­ta­bi­li­tät gewähr­leis­tet und sich gleich­zei­tig gegen preis­güns­ti­ge und kos­ten­lo­se Por­ta­le durch­set­zen kann.  Zu Anfang finan­zier­ten sich die Medi­en­häu­ser, die ihre Inhal­te online ver­öf­fent­lich­ten, über Wer­bung und konn­ten so dem User einen kos­ten­lo­sen Zugang gewäh­ren. Die­se Stra­te­gi­en sind heut­zu­ta­ge aller­dings nicht mehr pro­fi­ta­bel genug, sodass mit den Pay­walls nun auch der User zur Kas­se gebe­ten wird, wenn er bestimm­te Inhal­te wünscht.

Momen­tan ist die Medi­en­bran­che bezüg­li­ch ihrer digi­ta­len Prä­senz noch unter­schied­li­ch stark dif­fe­ren­ziert. Nicht jeder nutzt etwa Pay­walls als Bezahl­schran­ken und es gibt durch­aus auch ver­schie­de­ne Vari­an­ten die­ses Modells: Die­se erstre­cken sich von Hard Pay­walls, bei denen jeder Inhalt nur mit einem Abon­nen­ten genutzt wer­den kann, über Soft-Pay­walls bei denen eini­ge Inhal­te ver­füg­bar und ande­re mit einem Pre­mi­um Zugang zugäng­li­ch sind, bis hin zu Mete­red Pay­walls, wo eine bestimm­te Anzahl von Inhal­ten kos­ten­los zur Ver­fü­gung steht, bis ein fest­ge­leg­tes Kon­tin­gent erschöpft ist.

 

Ins­ge­samt ist die Reak­ti­on der User auf Pay­walls jedoch durch­wach­sen. Teils ist erkenn­bar, dass mit der Ein­füh­rung die­ser Bezahl­schran­ke Rück­gän­ge der User­ak­ti­vi­tät ein­her­ge­hen. Inso­fern befin­det sich der Groß­teil der Ver­la­ge und Medi­en­häu­ser aktu­ell noch in einer Test­pha­se, mit wel­cher Stra­te­gie und Form der Pay­walls sie am meis­ten Erfolg in punc­to Umsatz und Traf­fic erzie­len.